Aktuelles

FraDiv auf der OUTDOOR jagd & natur 2022

Professor Joachim Schrautzer © CAU
Professor Joachim Schrautzer © CAU

14.04.2022 - Die Messe „OUTDOOR jagd & natur“ 2022 fand vom 8. bis 10. April in den Holstenhallen Neumünster statt und FraDiv war dabei. Direkt zum Auftakt referierte Projektleiter Professor Joachim Schrautzer in einem Impulsvortrag über die Ursachen des Vielfaltsverlusts in Wäldern und zeigte nachhaltige Handlungsmöglichkeiten auf. Außerdem stellte das Institut für Ökosystemforschung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bei der Ausstellung „Natur und Wald“ aktuelle Forschungen zum Eschentriebsterben vor. Mit insgesamt 11.400 Gästen aus Norddeutschland und Dänemark war diese Veranstaltung eine ideale Möglichkeit für FraDiv, auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik über die Ziele und bisherigen Ergebnisse des Projektes zu informieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Weiterbildung mit FraDiv – „Wertvolle Eschenstandorte erkennen und schützen“

02.03.2022 - Die Weiterbildung beinhaltet die Erkennung wertvoller Eschenstandorte im Feld (Strukturen, Waldhistorie, Pflanzen, Pilze) und die Ansprache ihrer wichtigsten Arten/Artengruppen (Pilze, Gefäßpflanzen). Anhand der Strukturen und Artensets werden diese Standorte naturschutzfachlich eingeordnet. Im Fokus stehen die multifaktorielle Wahrnehmung (Boden, Geologie, Hydrologie, Vegetation, Funga, Baumbestand, Historie etc.) der Eschenstandorte sowie die wichtigsten Grundsätze zur Erhaltung und Entwicklung.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (BNUR) organisiert.

 

Freitag, 25. März 2022, 9:15 –14:00 Uhr

 

  • Veranstaltungsort: Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, Hamburger Chaussee 25
    24220 Flintbek
  • Leitung: Dr. Katharina Mausolf und Prof. Dr. Schrautzer, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Teilnahmebeitrag: 30 Euro
  • Anmeldeschluss: Freitag, 18. März

Erfahren Sie hier mehr über die Anmeldung zur Weiterbildungsveranstaltung in unserem Veranstaltungsflyer. 

“Zukunft der Esche” an der WSL Birmensdorf, Schweiz

© Eidg. Forschungsanstalt WSL
© Eidg. Forschungsanstalt WSL

18.11.2021 - Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald Schnee und  Landschaft - WSL in Birmensdorf/Schweiz hat zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) am 18.11.2021 eine eintägige Konferenz zur "Zukunft der Esche" abgehalten. Wissenschaftler*innen aus der Schweiz, Österreich, Frankreich und Deutschland berichteten zum Stand der Forschung in ihren Ländern ebenso wir Akteur*innen aus der Forstpraxis. Für FraDiv konnten Katharina Mausolf und Alexandra Erfmeier erste Ergebnisse vorstellen und besonders auf die Bedeutung des Eschentriebsterbens für die assoziierte Biodiversität hinweisen.

FraDiv auf dem 25. Naturschutztag Schleswig-Holstein

02.11.2021 - Der diesjährige Naturschutztag stellt die Biodiversitätsstrategie des Landes Schleswig-Holstein in den Mittelpunkt. Die Tagung benennt die wichtigsten Themenfelder und mögliche zukünftige Lösungsansätze. Das FraDiv-Team ist dabei und stellt die Projektaktivitäten vor, die dazu beitragen sollen, die biologische Vielfalt in eschenreichen Wäldern zu erhalten.


Über 9.000 Eschenkeimlinge am neuen Standort

28.09.2021 - Einer unserer beiden Versuchsansätze im Rahmen von FraDiv befasst sich mit der Frage, inwiefern sich Eschenjungwuchs aus stark geschädigten Waldbeständen von jenem aus weniger stark betroffenen Waldbeständen bezüglich seines Wachstums und seiner Anfälligkeit unterscheidet. Außerdem soll geklärt werden, wie sich die Bepflanzungsdichte auf die Entwicklung der Eschen auswirkt. Dazu haben wir seit 2019 in den Flächen der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten Jungeschen gewonnen und verpflanzt. Insgesamt haben fast 10.000 junge Eschen einen neuen Standort erhalten. Zur Beantwortung dieser Fragen vermessen und beernten wir seit Oktober diesen experimentellen Ansatz.

Projektbegleitende Evaluation

02.07.2021 - Der Erfolg des FraDiv-Projekts wird nicht nur anhand ökologischer Erkenntnisse bewertet. Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt interessiert sich auch für die Auswirkungen auf der sozio-ökonomischen Ebene. Daher haben wir die Agenturen auf! und IMPULSE mit einer projektbegleitenden Evaluation beauftragt. Heute haben uns Dr. Heinrich Schneider und Dr. Maria Gutknecht-Gmeiner besucht, um sich über den Fortschritt der Projektaktivitäten zu informieren. Dabei haben wir ihnen unsere Versuchsflächen gezeigt und schon einmal so manches genauer unter die Lupe genommen.

Alle Beobachtungsflächen voll ausgestattet

30.10.2020 - Um ein möglichst vollständiges Bild vom aktuellen Zustand der eschengeprägten Waldbestände zu bekommen, betrachten wir auch die Bodenverhältnisse genauer. Dafür hat unsere Doktorandin Jessica Vollrath-Richter auf allen 114 Beobachtungsflächen Bodenfeuchtesensoren installiert. Neben der Bodenfeuchte dokumentieren wir Faktoren wie das Alter des Bestandes und des Waldstandortes, die Historie der Bewirtschaftung, Baumhöhe und -durchmesser, Lichteinfall, das Ausmaß der Schädigung an den vorhandenen Eschen sowie natürlich die vorkommenden Pflanzen- und Pilzarten.

FraDiv wird von Vereinten Nationen ausgezeichnet

Waldgebiet „Neukoppel“ in Lindau bei Eckernförde
Waldgebiet „Neukoppel“ in Lindau bei Eckernförde

02.10.2020 - Wir sind sehr stolz darauf, dass FraDiv als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde. Heute überreichte Laudator Professor Hans-Rudolf Bork die Urkunde. Der UN-Dekade-Botschafter Dirk Steffens konnte leider nicht persönlich vor Ort sein. Der ZDF-Moderator gratulierte jedoch per Videobotschaft und betonte, wie wichtig gerade der regionale Einsatz für die Biodiversität sei. weiterlesen auf uni-kiel.de

Erfolgreiche Exkursion in Kasseedorf

04.09.2020 - Am 3.09.2020 hat sich das FraDiv-Team zusammen mit interessierten Waldbesitzer*innen sowie Mitarbeiter*innen von Forstverwaltungen in den Wald begeben. Die Exkursion ging ins Forstrevier Kasseedorf bei Schönwalde am Bungsberg. Nach einer Einführung in das Exkursionsgebiet erfuhren die Teilnehmer*innen sehr viel über die aktuelle Befallssituation und mögliche Ersatzbaumarten. Zudem konnten bereits erste Ergebnisse einer mykologischen Kartierung vorgestellt und praktische Hinweise für den Umgang mit dem Eschentriebsterben gegeben werden. In der anschließenden Diskussion kam es zu einem sehr praxisorientierten Austausch zwischen allen Teilnehmer*innen.

FraDiv legt 114 Beobachtungsflächen an

18.06.2020 - Beobachten, ohne in das Ökosystem Wald einzugreifen – dafür haben wir im letzten Jahr insgesamt 114 Beobachtungsflächen angelegt. Dies war nur möglich, weil auch private Waldbesitzer*innen Flächen zur Verfügung gestellt haben. Es werden sowohl eschenreiche als auch ehemals eschenreiche Waldgebiete untersucht. Die Kulisse erstreckt sich über ganz Schleswig-Holstein.

25.200 Bäume im Test

20.01.2020 - Mit der Anpflanzung standortgerechter Baumarten-Mischungen sollen Lösungsvorschläge für die Erhaltung des Artenreichtums der Eschenstandorte in der Phase des gegenwärtigen Umbruchs der Bestände erarbeitet werden. Dazu haben wir in den letzten 8 Wochen mit einem großen Team insgesamt 25.200 Bäume der Arten Esche, Flatterulme, Winterlinde, Spitzahorn und Hainbuche in verschiedenen Mischungen in 12 unterschiedliche Waldbestände gepflanzt. Die Wälder gehören zur Herzoglich Oldenburgischen Verwaltung und der Forstbetriebsgemeinschaft Eckernförder Bucht und liegen zwischen Gelting und Kasseedorf (bsp. Google-Maps Verlinkung Nordschau-Wald und Kasseedorf). Untersucht werden soll so wie die Baumdiversität das Funktionieren dieser Waldökosysteme (z.B. Baumwachstum, Zusammensetzung assoziierte Arten (Pflanzen und Pilze) beeinflusst.

Startschuss für das Forschungsprojekt FraDiv

01.02.2019 - Das Forschungsprojekt „FraDiv – Bedeutung des Eschentriebsterbens für die Biodiversität von Wäldern und Strategien zu ihrer Erhaltung“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) geht offiziell an den Start. Unser Team von der CAU will erstmalig in Schleswig-Holstein klären, wie sich das Zusammenspiel von Waldkontinuität, Standortfaktoren und Strukturheterogenität sowie die mit dem Eschentriebsterben verknüpften Veränderungen der Waldökosysteme auf die Biodiversität auswirken. Dazu braucht es die Unterstützung von Förster*innen, Waldbesitzer*innen und anderen Akteur*innen aus Schleswig-Holstein. Das Projekt wird mit 2,4 Mio. Euro vom Bundesamt für Naturschutz und vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein gefördert. Bis Januar 2025 werden Lösungsansätze entwickelt und waldbauliche Empfehlungen für den langfristigen Erhalt der Biodiversität formuliert. Übrigens: Der Projektname setzt sich zusammen aus den Bestandteilen von Fraxinus excelsior L. und „Diversität“.